Weihnachten

Ursprung und Bedeutung

Erstmals 335 in Rom gefeiert - Franz von Assisi erfand die "Weihnachtskrippe"

Entgegen landläufiger Meinung wurde unser heutiges Weihnachtsfest keineswegs schon in der frühesten Christenheit gefeiert. Als Geburtsfest Christi ist Weihnachten am heutigen Termin vielmehr erst im Jahre 335 in Rom erstmals begangen worden.

Zuvor wurde der Geburt Christi, vor allem in den Kirchen des Ostens, am Epiphanias-Tag, dem 6. Januar, gedacht. Der Name "Weihnachten" ist dabei wahrscheinlich heidnischer Herkunft. Ursprünglich bezeichnete er die erste der zwölf geweihten Nächte um die Jahreswende (24.12. bis 6.1.)

Was die Entstehung des Weihnachtsfestes betrifft, so streiten sich darüber die Gelehrten. Eine mögliche Erklärung ist die Theorie, dass der 25.12. die christliche Umbenennung des römischen Sonnenwendtages ist.

Demnach hätte die christliche Kirche gegen das vom Kaiser Aurelian am 25. Dezember 274 eingeführte heidnische Sonnenfest "Natale Solis Invicti" das "Natale Christi", das Geburtsfest ihres Lebensspenders gestellt. Christus wurde damit - passend zur Zeit der Wintersonnenwende - von den Christen als das wahre "Licht der Welt" (Johannes 8,12) und als "Sonne der Gerechtigkeit" (Maleachi 3,20) bekannt.

Der 25. Dezember war somit von Anfang an auch ein symbolisches, auf die Ankunft des "aufgehenden Lichtes aus der Höhe" (Lukas 1,78) hinweisendes Datum. Noch im vierten Jahrhundert verbreitete sich das Fest im ganzen Westen, im Osten zusätzlich zu dem dort älteren Epiphanias-Fest.

Die erste bildliche Darstellung der Geburt Christi findet sich übrigens auf Sarkophagen des vierten Jahrhunderts. Das Kind in der Krippe wird dabei stets unter einem Dach mit Ochs und Esel dargestellt. "Ochs und Esel" leiten sich von Jesaja 1,3 her, wo es heißt : "Ein Ochse kennt seinen Herrn und ein Esel die Krippe seines Herrn".

Die Idee der Weihnachtskrippe geht auf Franz von Assisi zurück. Dieser inszenierte 1223 erstmals ein liturgisches Weihnachtsspiel. Vor allem Frauenklöster griffen den Gedanken auf. Die neben dem Altar aufgestellte Wiege mit dem Christuskind wurde zum Bezugspunkt von Krippenandachten.